Nachdem wir letztes Jahr bereits das kulturelle Dreieck, die Ostküste und das Hochland bereist haben (siehe entsprechenden Reisebericht) hat es uns diesmal in Sri Lankas Süden gezogen. Wir haben wie immer bereits im Vorfeld verschiedene Standorte ausgewählt und die Unterkünfte vorgebucht bezw. reserviert. Die Transfers haben wir nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr dieses Mal ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Zug oder Bus) durchgeführt und wieder hat alles bestens geklappt...

Eckdaten der Reise
Reisezeitraum: November / Dezember 2015
Reisedauer: 24 Übernachtungen
Reisestationen: Mirissa, Tissamaharama, Tangalle, Galle, Colombo
Unterkünfte: Secret Guesthouse (Mirissa) , My Village (Tissamaharama), Villa Lucky Star (Tangalle), Hotel Jetwing Lighthouse (Galle), Hotel Taj Samudra (Colombo)
Die beiden Hotels haben wir über DERTOUR bezw. Neckermann Reisen gebucht . Die Gästehäuser haben wir per e-mail direkt beim jeweiligen Besitzer der Unterkunft reserviert (Kontakt über Homepage).
Flug: gebucht bei Etihad (direkt über deren Homepage, Preis 515 Euro p. P.), die Flüge wurden im Codeshare mit Air Berlin (auf der Strecke Stuttgart - Abu Dhabi) und Etihad (auf der Strecke Abu Dhabi - Colombo) durchgeführt.
Reisebegleiter: Stefan Loose Travel Handbuch Sri Lanka

Sri Lanka als Reiseland habe ich bereits in meinem Reisebericht über das kulturelle Dreieck, die Ostküste und das Hochland ausführlich beschrieben und die entsprechenden Informationen können dort nachgelesen werden.

Ankunft am Flughafen Colombo, Flughafenshuttlebus und Zugfahrt nach Mirissa
Nach den guten Erfahrungen aus unserer letzen Sri Lanka Reise haben wir uns dieses Mal dazu entschlossen, direkt ab Flughafen mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterzureisen. Wir sind frühmorgens pünktlich um 3.35 gelandet und nachdem wir uns noch an einem der ATMs im Flughafengebäude mit Geld eingedeckt hatten sind wir Richtung Bushaltestelle losmarschiert. Die Bushaltestelle ist leicht zu finden und gemütlich in 5 Gehminuten zu erreichen: Vor dem Flughafengebäude nach links gehen, dann immer geradeaus bis zu einem eingezäunten Parkplatz, da dann nach rechts bis zur Straße vorgehen. Dort fahren regelmäßig die öffentlichen Shuttle Busse nach Colombo ab. Wir mussten etwa eine Viertelstunde warten, dann kam der Bus. Die Fahrt zum Busbahnhof in der Nähe des Bahnhofs Colombo Fort dauerte zu dieser frühen Morgenstunde etwa 45 Minuten. Tagsüber, speziell zur Rushhour, kann die selbe Strecke aber durchaus auch mal eineinhalb Stunden in Anspruch nehmen (siehe unten ;-)). Normalerweise kostet die Fahrt 110 Rupies p. P. , das hatten uns andere Reisende zuvor berichtet. Wir hatten allerdings den Fehler gemacht, nicht gleich vor Fahrtbeginn zu bezahlen, und mussten letztlich beim Ausstieg 500 Rupies p. P. berappen. Vom Busbahnhof zum Bahnhof muss man sich dann ein wenig durchfragen oder ein TukTuk nehmen. Wir sind die kurze Strecke zu Fuß gegangen und haben dafür etwa 10 Minuten gebraucht. Bis zur Abfahrt des ersten Zuges Richtung Süden um 6.55 Uhr hatten wir noch etwas Zeit und nachdem wir unser Zugticket gelöst hatten (2. Klasse, 220 Rupies p. P.) sind wir erstmal in einem der vielen Teashops rund um den Bahnhof eingekehrt und haben uns mit süßem Tee und leckeren Samosas gestärkt. Zu Schauen gab`s auch genug, es waren schon viele Menschen auf den Beinen. Der Zug ist dann ca. 10 Minuten verspätet abgefahren (Gleis 5) und unser Abteil war recht leer. So konnten wir uns während der knapp vierstündigen Fahrt an unseren Fensterplätzen gemütlich entspannen und die Ausblicke durchs offene Fenster genießen. Die Zugstrecke nach Süden führt großenteils direkt am Meer entlang , was natürlich ganz besonders schön war...

Zugfahrt Colombo - Weligama   Zugfahrt Colombo - Weligama   Zugfahrt Colombo - Weligama   Zugfahrt Colombo - Weligama   Zugfahrt Colombo - Weligama  



Mirissa
Wir hatten mit Nittaya, der netten Besitzerin unseres Gästehauses, bereits im Vorfeld unserer Reise per e-mail vereinbart, dass man uns am Bahnhof abholt - in Weligama, da uns nicht klar war, dass der Zug auch an der kleinen Bahnstation von Mirissa hält. Spielt aber von der Entfernung her keine große Rolle, denn nach Weligama sind es auch nur ein paar Kilometer und der kleine Bahnhof von Mirissa liegt recht weit außerhalb des Ortes im Hinterland. Für die Abholung wurde uns nichts berechnet, eine sehr nette Geste. Überhaupt haben wir uns im Secret Guesthouse, und ganz speziell in unserem gemütlichen Selbstversorger Bungalow, ausgesprochen wohl gefühlt. Das kleine liebevoll geführte Gästehaus (3 Zimmer, 2 Selbstversorger Bungalows) liegt nur 5 Gehminuten vom Strand entfernt sehr ruhig ein paar hundert Meter von der Küstenstraße zurückversetzt im Hinterland. Es ist eine richtige Wohlfühloase mitten in einem wunderschönen gepflegten Garten. Wir haben uns jeden Tag aufs Neue darauf gefreut, in unser kleines Paradies zurückkehren zu dürfen. Ein stilvolles und gutes Spa gibt´s auch und wurde von uns gerne genutzt. Ein bisschen aufpassen mussten wir allerdings mit den Affen. Um unseren Bungalow herum wohnte eine Makaken Familie. Als wir uns am ersten Morgen auf unserer großen Veranda den Frühstückstisch deckten, hätte uns beinahe ein besonders frecher Makake unser Obst geklaut. Gott sei Dank konnten wir das noch in letzter Sekunde verhindern ;-). Fortan haben wir natürlich immer gut aufgepasst und auch darauf geachtet das Küchenfenster geschlossen zu halten. Was eine Horde Affen anrichten kann haben wir selbst schon erlebt, als uns vor einigen Jahren in Zimbabwe Paviane auf der Suche nach Essbarem unser Zelt verwüsteten...

Secret Guesthouse   Secret Guesthouse   Secret Guesthouse   Secret Guesthouse   Secret Guesthouse   Secret Guesthouse   Secret Guesthouse   Secret Guesthouse   Secret Guesthouse   Secret Guesthouse   Secret Guesthouse  



Mirissa selbst ist ein kleines Örtchen, das sich der Küstenstrasse A2 entlangzieht und auch ins Hinterland ausdehnt. Da wird´s dann sehr ländlich: Reisfelder so weit das Auge reicht, vereinzelte Häuser, ein Tempel, eine Schule, mitten in den Reisfeldern der kleine schmucke Bahnhof. Es ist wunderschön, dort ein wenig herumzuradeln, speziell am frühen Morgen.

Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland  
Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland   Mirissa Hinterland  



Apropos Herumradeln: Bei unserem Bungalow standen zwei alte Fahrräder, schon ziemlich verrostet (ist in Sri Lanka aber normal ;-)) und mit platten Reifen. Wir haben sie dann in einer kleinen Fahrradwerkstatt , die man in Sri Lanka überall finden kann, für wenige Rupies (20 Rupies pro Rad) richten lassen und hatten so die ganze Zeit unsere eigenen Fahrräder zur Verfügung. Das war natürlich super und wir waren viel mit dem Rad unterwegs. U.a. haben wir eine lange Fahrradtour der Küstenstraße entlang bis nach Unawatuna unternommen. Die Straße führt über weite Strecken direkt am Meer entlang, schöne Strände laden zum verweilen oder zu einem kleinen Picknick ein, zwischen Ahangama und Koggala kann man einen Blick auf die berühmten Stelzenfischer erhaschen. Nachdem wir es in Unawatuna sehr genossen haben ausgiebig im ruhigen Meer zu schwimmen (das geht an der Südküste eigentlich nur dort , sonst gibt´s überall hohe Wellen und richtiges Schwimmen ist dann kaum möglich) sind wir mit dem Zug wieder nach Mirissa zurückgefahren. Dazu war allerdings zunächst die Genehmigung des Zugbegleiters erforderlich, die wir aber erhalten haben, da im Gepäckraum genügend Platz für die Fahrräder war. In die Personenabteile dürfen Fahrräder nicht mitgenommen werden.

Radtour nach Unawatuna   Radtour nach Unawatuna   Radtour nach Unawatuna   Radtour nach Unawatuna   Radtour nach Unawatuna   Radtour nach Unawatuna   Radtour nach Unawatuna   Radtour nach Unawatuna  



Eine weitere frühmorgendliche Fahrradtour führte uns zum Fischmarkt nach Weligama. Die weite schöne Strandsichel wird im Westen von den Fischern und der vorgelagerten kleinen Privatinsel Taprobane geprägt und am östlichen Ende des Strandes tummeln sich viele Surfer.

Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama  
Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama   Fischmarkt, Strand Weligama  



Nun aber zum Strand von Mirissa ;-)...
Sehr malerisch, feiner Sand, hohe Wellen, viele junge Backpacker, gechillte Atmosphäre, so könnte man ihn kurz in wenigen Worten umreißen. Er ist unterteilt in zwei Buchten, dazwischen eine kleine vorgelagerte Insel. Am westlichen Strandende gab es ein paar nette Reggae Bars / Restaurants, wo auch abends durchaus was los ist. Wir waren an einem Mittwoch Abend im Sudu Weli, da war Strandparty mit Feuershow angesagt. Zwischen Küstenstraße und Strand befanden sich einige Guesthouses bezw. kleinere Resorts, größere Hotels mit Pauschaltouristen gab es nicht. Viele Gästehäuser waren auf der anderen Straßenseite im Hinterland angesiedelt. Richtiges Schwimmen war aufgrund der hohen Wellen nicht möglich. Aber in den Wellen baden konnte man schon. Es gab eine Badeaufsicht in der Mitte des Hauptstrandes, dort war meist die gelb - rote Flagge gehisst, was soviel bedeutet, dass man schon baden kann, aber dass man vorsichtig sein muss. Oft gibt es wohl auch starke Strömungen, die man nicht unbedingt selbst erkennt, man sollte also immer den Sicherheitshinweisen der Badeaufsicht folgen.

Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach  
Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach   Mirissa Beach  



In Mirissa selbst, an der belebten Küstenstraße, gibt es eigentlich alles zu kaufen, was man so braucht. Besonders gut sortiert ist der Aldi Mini Market (hat aber nichts mit unserem Aldi zu tun) in der Mitte des Ortes. Schön ist es auch, die vielen Stufen zu einem hoch über dem Ort gelegenen Tempel zu erklimmen. Man hat eine tolle Aussicht von dort oben. Und natürlich gibt´s auch einen kleinen Hafen. Von dort starten regelmäßig die Boote zur Walbeobachtung (Saison Dezember bis April).

Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempelh   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel  
Mirissa   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel   Mirissa town und Tempel  



Wir haben auch mal einen Ausflug zum Secret Beach unternommen. Der ist nicht so leicht zu finden, man muss sich ein wenig durchfragen. In der Nähe des Hafens findet man dann einen kleinen Abzweig, der zunächst über ein geteertes kleines Sträßchen sehr steil nach oben führt (ziemlich Schweiß treibend ;-)), oben geht´s dann über eine Hügelkuppe und schließlich über einen Trampelpfad hinunter an den kleinen, romantischen Strand mit Reggaekneipe, Hängematten und Liegestühlen - ein sehr schöner Platz, um ein wenig abzuhängen. Baden kann man dort allerdings nicht.

Secret Beach   Secret Beach   Secret Beach   Secret Beach   Secret Beach   Secret Beach   Secret Beach  



Weiterreise von Mirissa nach Tissamaharama
Nach einer wunderschönen Woche haben wir uns dann wieder auf den Weg gemacht. Mit dem Zug um 10.50 Uhr (Abfahrt etwa 20 Minuten später) ging´s zunächst von Mirissa nach Matara, Fahrtdauer etwa 30 Minuten, 3. Klasse zu zweit 35 Rupies, der Zug war wieder nicht voll. Dort dann mit dem Tuktuk für 200 Rupies vom Bahnhof zum großen Busbahnhof und dann mit dem Bus nach Tissamaharama (150 Rupies p. P. zzgl. 50 Rupies für´s Gepäck). Als wir eingestiegen sind war der Bus noch leer und wir konnten uns die besten Plätze aussuchen - ganz vorn, neben dem Fahrer, tolle Sicht nach vorn durch die große Windschutzscheibe ;-). Die Fahrt von Matara nach Tissa dauerte etwa zweieinhalb Stunden. Kurz vor Tissa wurden wir von einem jungen Mann angesprochen, der sich nach eigener Aussage einfach ein wenig mit uns unterhalten wollte. Er wollte wissen, wie wir heißen und wo wir in Tissa wohnen werden. Arglos haben wir ihm geantwortet. Als wir dann in Tissa aus dem Bus gestiegen sind, wurden wir direkt von einem jungen Tuktuk Fahrer in Empfang genommen. Er hat uns mit unseren Namen angesprochen und sagte, er käme vom "My Village" (so hieß unser gebuchtes Gästehaus) und wolle uns abholen. Fanden wir echt nett. Nach kurzer Fahrt erklärte er uns dann aber, das My Village hätte leider einen Wasserschaden und er würde uns deshalb zu einem anderen Gästehaus bringen, natürlich zum gleichen Preis. Da haben wir dann endlich kapiert wie der Hase läuft. Nachdem ich dem Tuktuk Fahrer freundlich erklärt habe, dass uns ein Wasserschaden nichts ausmacht und wir sehr gerne von ihm zum My Village gefahren werden wollen, hat er uns aber dann anstandslos zu unserem gewünschten Ziel gebracht (150 Rupies). Allerdings nicht ohne noch wenigsten zu versuchen, uns eine Safari in den Yala Nationalpark zu verkaufen. Hat aber auch nicht geklappt, der Mann tat mir schon fast Leid ;-). Von der Tuktuk Mafia in Tissa hatte ich schon gelesen, aber die wirklich beeindruckend ausgeklügelten Methoden haben uns dann doch überrascht.

Bahnhof Mirissa und Weiterreise nach Tissa   Bahnhof Mirissa und Weiterreise nach Tissa   Bahnhof Mirissa und Weiterreise nach Tissa   Bahnhof Mirissa und Weiterreise nach Tissa   Bahnhof Mirissa und Weiterreise nach Tissa   Bahnhof Mirissa und Weiterreise nach Tissa   Bahnhof Mirissa und Weiterreise nach Tissa   Bahnhof Mirissa und Weiterreise nach Tissa



Tissamaharama
Tissa, wie man im allgemeinen Sprachgebrauch zu dem kleinen Städtchen sagt, liegt im Landesinneren im Südosten des Landes nahe der Nationalparks Yala und Bundula. Das macht es natürlich zu einem idealen Ausgangspunkt für Safaris. Aber auch sonst lohnt es sich durchaus, ein wenig dort zu verweilen. Tissa erstreckt sich weitläufig und eher ländlich geprägt rund um einen malerischen See. Am besten ist es, die Gegend mit dem Fahrrad zu erkunden. In vielen Unterkünften sind Fahrräder kostenlos verfügbar, so auch in unserem Gästehaus. Besonders schön ist es natürlich am See, speziell in den späten Nachmittagsstunden. Es lassen sich dort viele Vögel beobachten und am westlichen Ufer hängen hunderte Fruitbats (Flughunde) in den Bäumen, die dann zu Sonnenuntergang über den See fliegen, ein wunderbares Naturschauspiel.

Tissa See   Tissa See   Tissa See   Tissa See   Tissa See   Tissa See   Tissa See  
Tissa See   Tissa   Tissa See   Tissa See   Tissa See   Tissa See   Tissa See   Tissa See    



Wir waren natürlich auch im Yala Nationalpark. Wir haben diese halbtägige Safari über den Besitzer unseres Gästehauses organisieren lassen (5000 Rupies p. P.) und wir teilten uns den Jeep mit einem anderen Paar. Los ging´s schon früh morgens um 5 Uhr, so dass wir bereits zu Sonnenaufgang im Nationalpark waren. Es war wunderschön im frühen Morgenlicht durch den Park zu fahren. Er ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und es gab viel zu sehen: Elefanten, Krokodile, Rehe und Hirsche, Warane, viele Vögel und sonstige kleine Tiere, auf die uns unser Jeep Fahrer aufmerksam gemacht hat. Leider haben wir keinen Leoparden und auch keinen Lippenbären gesehen, die man sonst mit Glück dort bestaunen kann. Der Yala grenzt wie auch der Bundula Nationalpark direkt ans Meer, und dort am Strand gab´s dann zwischendurch eine kleine Vesperpause (eine Breakfastbox hatten wir von unserem Guesthouse mitbekommen).

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Am nächsten Tag waren wir dann im Bundula Nationalpark (ebenso 5000 Rupies p. P.). Dieses Mal hatten wir den Jeep ganz für uns alleine. Wieder ging´s früh los, allerdings erst um 5.30 Uhr, weil der Anfahrtsweg dorthin etwas kürzer ist als zum Yala. Der Bundula Nationalpark ist ein richtiger Garten Eden und ein Paradies für Vogelkundler. Es gab sehr viele Vögel (Fernglas nicht vergessen!) und Pfauen aber auch verschiedene Affenarten (Makakken und Languren). Ganz besonders wird uns in Erinnerung bleiben, dass wir einer Affenfamilie bei morgendlichen Erwachen zuschauen konnten. Die Makakken saßen zunächst schlafend dicht gedrängt auf einem Ast, und sind dann allmählich einer nach dem anderen aufgewacht und haben sich auf Futtersuche begeben. Wir hatten viel Zeit zur Beobachtung, das war sehr schön. Pause wurde wieder am Meer gemacht, und wir konnten uns am landschaftlich sehr reizvollen Küstenabschnitt ein wenig die Beine vertreten.

Bundula   Bundula   Bundula   Bundula   Bundula   Bundula   Bundula   Bundula  
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Beide Nationalparks sind aus unserer Sicht sehr zu empfehlen."Spektakulärer" ist sicherlich der Yala, aber auch der Bundula Nationalpark hat uns sehr gut gefallen. Der Yala ist von den beiden natürlich der größere Touristenmagnet und entsprechend begegnet man hier schon dem einen oder anderen Jeep. Speziell an Stellen, wo Elefanten oder gar Leoparden gesichtet werden, kommen dann schon mehrere Safarifahrzeuge zusammen. Allerdings haben wir den Park bei weitem nicht als "überfüllt" erlebt, wie wir zunächst befürchtet hatten. Wir waren letztes Jahr im Kaudulla Nationalpark, dort herrschte eine deutlich größere Jeepdichte. Im Bundula Nationalpark hatten wir dagegen das Gefühl, ganz alleine unterwegs zu sein.

Nachdem wir von unserer morgendlichen Safari in unser gemütliches Gästehaus zurückgekehrt sind, haben wir uns erst einmal unser äußerst umfangreiches Sri Lankan Breakfast (wirklich sehr empfehlenswert , im Übernachtungspreis inklusive) schmecken lassen und danach im schönen Garten ein paar Stunden relaxt. Am frühen Abend sind wir dann Richtung Kataragama aufgebrochen (Fahrtzeit von Tissa aus mit dem TukTuk eine halbe Stunde). Auch diesen Ausflug haben wir uns von Mr. Sujith, dem freundlichen Besitzer unseres Gästehauses, organisieren lassen (1300 Rupies). Er arbeitet mit einem sehr netten Tuktuk Fahrer zusammen, der uns auch während unseres Tempelbesuches und der abendlichen Puja Zeremonie (Beginn um 18.45 Uhr) begleitet hat. Der Tempelbezirk in Kataragama ist riesengroß und wir waren wirklich froh, dass wir Sunil dabei hatten. Er hat uns alles gezeigt und erklärt und auch sonst viel Interessantes erzählt. Die Puja Zeremonie selbst unterscheidet sich deutlich von der des Zahntempels in Kandy. Es fanden viele verschiedene Rituale statt, die wir von Kandy her noch nicht kannten. Mit Sunil zusammen war das ein berührendes und unvergessliches Erlebnis, ein echtes Highlight auf unserer Reise, und wir können Sunil als Begleiter für diesen Ausflug wirklich sehr empfehlen.

Kataragama   Kataragama   Kataragama   Kataragama   Kataragama   Kataragama   Kataragama   Kataragama  
Kataragama   Kataragama   Kataragama   Kataragama   Kataragama   Kataragama   Kataragama   Kataragama  



Gewohnt haben wir, wie oben bereits erwähnt, im My Village, das sehr liebevoll von seinem Besitzer geführt wird. Die Räume selbst bestechen durch wunderschönes, perfekt durchgestyltes Design (Sujith ist von Beruf Designer), für Gästehäuser doch eher ungewöhnlich. Sujith kümmert sich sehr persönlich und aufmerksam um seine Gäste und wir haben uns ausgesprochen wohl gefühlt. Er hat allerdings vor, in 2016 sein Gästehaus zu verkaufen oder zu verpachten, bleibt zu hoffen, dass sich dadurch nicht all zu viel verändert...

My Village   My Village   My Village   My Village   My Village   My Village   My Village   My Village   My Village   My Village  



Weiterfahrt nach Tangalle
Nachdem wir zusammengepackt und noch gemütlich gefrühstückt haben, hat uns Sunil mit seinem Tuktuk zum Busbahnhof gebracht. Ein Bus nach Tangalle stand auch schon bereit. Wie bereits in Matara war auch dieser Bus noch leer als wir eingestiegen sind und wir konnten wieder ganz vorn sitzen auf unserem Lieblingsplatz. Nach 10 Minuten ging`s dann auch schon los (Fahrtzeit etwa eineinhalb Stunden)...

Busfahrt von Tissa nach Tangalle   Busfahrt von Tissa nach Tangalle   Busfahrt von Tissa nach Tangalle   Busfahrt von Tissa nach Tangalle   Busfahrt von Tissa nach Tangalle   Busfahrt von Tissa nach Tangalle   Busfahrt von Tissa nach Tangalle   Busfahrt von Tissa nach Tangalle  



Tangalle
Am Busbahnhof in Tangalle angekommen haben wir uns mit einem Tuktuk zu unserer nächsten Unterkunft fahren lassen, Villa Lucky Star nahe Goyambokka Beach (250 Rupies), etwa 10 Fahrminuten westlich von Tangalle. Das Gästehaus wird von einem netten deutschen Ehepaar geführt und man trifft dort überwiegend auf deutschsprachige Gäste. In unserem Fall waren es ausschließlich Deutsche und Schweizer in allen Altersgruppen. Die Atmosphäre ist sehr familiär und man isst abends gemeinsam um zwei große Tische herum. Das Abendessen in Buffetform ist vielseitig und lecker, hat aber auch seinen Preis (10 Euro p. P. ). Das Lucky Star liegt sehr malerisch erhöht über Felsen am Meer und man kann morgens herrliche Sonnenaufgänge erleben. Im Garten stehen viele Liegen und auch Hängematten für die Gäste bereit und einen Pool gibt´s auch...

Lucky Star   Lucky Star   Lucky Star   Lucky Star   Lucky Star   Lucky Star   Lucky Star   Lucky Star   Lucky Star   Lucky Star  



Vom Lucky Star aus lassen sich fußläufig zwei sehr schöne Strände erreichen. Den kleineren der beiden, den östlich des Gästehauses gelegenen Goyambokka Beach, erreicht man in 10 Minuten über die teilweise geschotterte und steile kleine Zufahrtsstraße. Er liegt in einer geschützten Bucht und man kann dort in den Wellen baden, was leider in der Gegend um Tangalle aufgrund gefährlicher Unterströmungen in der Regel nicht möglich ist. Es gibt am Goyambokka Beach ein paar kleine Strandlokale, die Liegen zur kostenlosen Benutzung anbieten, wenn man in den Lokalen etwas konsumiert.

Goyambokka Beach   Goyambokka Beach   Goyambokka Beach   Goyambokka Beach   Goyambokka Beach   Goyambokka Beach   Goyambokka Beach  



Am liebsten waren wir allerdings am noch schöneren, längeren und menschenleeren westlich des Lucky Star gelegenen Silent Beach, nach dem dort ansässigen Luxushotel auch Aman Beach genannt. Das Hotel fällt durch seine unauffällige schlichte Bauweise optisch kaum auf und liegt weitgehend hinter den Palmen verborgen am östlichen Strandende. Der Silent Beach ist ein richtiger Postkarten Traumstrand, wie man ihn heute nur noch selten findet. Man erreicht ihn vom Lucky Star aus mit einer etwas mühsamen Kletterei über die Felsen am Meer in einer halben Stunde oder über einen eigentlich verbotenen Pfad durch ein noch nicht bebautes Privatgrundstück in 10 Minuten oder mit dem Tuktuk für etwa 200 Rupies. Leider kann man dort nicht immer baden, und wenn die Strömungsverhältnisse das Baden doch zulassen sind die Sandwellen etwas unangenehm. Sie rollen (graben) sich am Ufer tief in den Sand, was zur Folge hat, dass man als Badender das Meer nicht wieder verlassen kann ohne völlig zugesandet zu sein. Am westlichen Ende des Strandes gibt es eine kleine Reggae Bar wo auch ein paar Liegestühle für die Gäste bereit stehen. Wenn man durchs Hinterland noch etwas weiter Richtung Westen geht kommt man an eine weitere Bucht, wo man vor allem frühmorgens schön schnorcheln kann (aber Achtung: viele Seeigel). Eine Schnorchelausrüstung kann man bei Saman, dem netten Besitzer der Reggae Bar, ausleihen.

Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach  
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Wir haben auch mal eine lange Strandwanderung an den östlich der Stadt Tangalle sich lang hinziehenden Stränden unternommen. Wir sind bis zum Marakolliya Beach gegangen. Dort haben wir in den gemütlichen Hängematten des Shiva`s Beach Resorts ein wenig gechillt, im dazu gehörenden Strandrestaurant lecker gegessen, den Sonnenuntergang genossen und haben uns dann von einem Tuktuk wieder zurück ins Lucky Star bringen lassen (500 Rupies). Das war ein sehr schöner Ausflug.

Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach   Silent Beach  



Mittwochs und sonntags ist Markt in Tangalle. Es war eine nette Abwechslung zu den relaxten Strandtagen, dort ein wenig herumzuschlendern.

Markt in Tangalle   Markt in Tangalle   Markt in Tangalle   Markt in Tangalle   Markt in Tangalle   Markt in Tangalle   Markt in Tangalle   Markt in Tangalle  



Nach einer erholsamen Woche sind wir dann gen Galle aufgebrochen...

Busfahrt von Tangalle nach Galle
Der hauseigene Tuktuk Fahrer des Lucky Star hat uns zum Busbahnhof gebracht (250 Rupies) und dann haben wir endlich wieder einen unserer geliebten Busse besteigen dürfen ;-). Wieder stand bereits ein Bus bereit, der uns, ohne dass wir in Matara umsteigen mussten, direkt nach Galle brachte. Es war ein Bus der die Küstenstraße entlang bis nach Colombo durchfährt. Wieder war der Bus leer, als wir eingestiegen sind und nach etwa 20 Minuten ging´s los. Erstaunlicher Weise sind dieses Mal viele Traveller mitgefahren, vor allem junge Rucksackreisende. Die meisten sind dann in Mirissa ausgestiegen. Sonst waren wir eigentlich immer die einzigen Touristen im Bus unter vielen Sri Lankern. Wir haben aber natürlich auch diese Busfahrt sehr genossen (Fahrtdauer gute 2 Stunden, p.P. 105 Rupies)

Busfahrt Tangalle - Galle   Busfahrt Tangalle - Galle   Busfahrt Tangalle - Galle  



Galle
In Galle haben wir uns für ein paar Tage ein richtig edles Hotel gegönnt, das Jetwing Lighthouse. Es war aufgrund eines super Angebots bei DERTOUR sehr preisgünstig (HP 50 Euro p.P.) , auch nicht viel teurer als ein ordentliches Gästehaus in dieser Gegend. Es lohnt sich also durchaus während der Reiseplanung auch mal die Kataloge der einschlägigen Reiseveranstalter durchzusehen. Sogar eine Flasche Wein und zwei einstündige Massagen nach Wahl im hauseigenen Spa (Wert pro Massage 7500 Rupies) waren noch inklusive, die wir natürlich sehr genossen haben ;-). Auch kulinarisch hatte das Hotel einiges zu bieten. Es gab umfangreiche Buffets zum Frühstück, zum Abendessen wechselten Buffet und A la Carte Dinner ab. Das war eine schöne Abwechslung zu unseren vielen Rice and Currys . Das Hotel liegt etwa 5 Fahrminuten westlich von Galle direkt am Meer...

Jetwing Lighthouse   Jetwing Lighthouse   Jetwing Lighthouse   Jetwing Lighthouse   Jetwing Lighthouse   Jetwing Lighthouse   Jetwing Lighthouse   Jetwing Lighthouse  



Selbstverständlich haben wir auch mehrmals dem Fort bzw. der Altstadt von Galle einen Besuch abgestattet (zählt zum Weltkulturerbe). Vor dem Hotel warten immer schon Tuktuks auf die Gäste, die kurze Fahrt nach Galle kostet etwa 200 Rupies. Wie ihr euch schon denken könnt, haben wir natürlich lieber den öffentlichen Bus genommen ;-). Direkt vor dem Hotel verläuft die A2 auf der viele Busse in alle Richtungen verkehren. Man muss nur wenige Meter zu der ersten Bushaltestelle laufen (man erkennt sie an den entsprechenden Markierungen am Straßenrand) und den vorbeifahrenden Bussen ein Handzeichen geben, dass man mitfahren möchte. Ist überhaupt kein Problem und wir waren immer innerhalb von 5 Minuten weg (p. P. 15 Rupies). Die Altstadt von Galle ist auf jeden Fall einen oder mehrere Besuche wert . Wir waren überrascht, wie wenig touristisch es in den Altstadtgassen zugeht. Eigentlich spielt sich in den kleinen Straßen ganz normales Sri Lankisches Alltagsleben ab und man sieht dort mehr Einheimische als Touristen. Es gibt viele Behörden und auch Schulen im alten Fort, allerdings kaum Tea Shops oder kleine einheimische Supermärkte, wie man sie sonst überall in Sri Lanka findet. Die Ladengeschäfte verkaufen dann doch eher das bei Touristen nachgefragte Sortiment (Kunstgewerbe, Schmuck, Souvenirs). Man findet in der Altstadt viele Gästehäuser oder kleinere Hotels und auch sehr gemütliche und stilvolle Restaurants. Auf den Wallanlagen sieht man neben den vielen Liebespaaren, die sich auf Mauern oder kleinen Bänken im Schutze ihrer Schirme ein Stelldichein geben, tagsüber viele Touristen. Abends treffen sich hier aber auch die Einheimischen, um nach Feierabend noch ein wenig spazieren zu gehen oder auf der Westseite die romantischen Sonnenuntergänge zu genießen. Es ist wirklich sehr schön, auf den Wallanlagen die Altstadt zu umrunden und durch die kleinen malerischen Gassen zu schlendern...

Galle   Galle   Galle   Galle   Galle   Galle   Galle   Galle   Galle  
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Zugfahrt von Galle nach Colombo
Nach knapp einer Woche sind wir dann wieder aufgebrochen. Mit dem Tuktuk zum Bahnhof und mit dem Vavuniya Express um 10.55 Uhr nach Colombo (3. Klasse, p. P. 100 Rupies). Die Fahrt hat etwa zweieinhalb Stunden gedauert. Der Zug war recht pünktlich und das Abteil dieses Mal ziemlich voll (aber wir hatten ja auch 3. Klasse gelöst). Zwei Sitzplätze nebeneinander haben wir trotzdem gefunden...

Zugfahrt von Galle nach Colombo   Zugfahrt von Galle nach Colombo   Zugfahrt von Galle nach Colombo   Zugfahrt von Galle nach Colombo   Zugfahrt   Zugfahrt von Galle nach Colombo   Zugfahrt von Galle nach Colombo  



Colombo
Am Bahnhof Colombo Fort angekommen haben wir uns wieder ein Tuktuk genommen und uns zu unserem Hotel am Galle Face Green, der Flaniermeile / Strandpromenade von Colombo, fahren lassen (350 Rupies). Für unsere letzte Nacht vor dem Heimflug haben wir uns noch einmal ein schönes Hotel gegönnt, das Taj Samudra. Es war sehr teuer, aber die Preise der Hotels in Colombo sind generell extrem überdurchschnittlich. Wir haben es dennoch nicht bereut und würden es wieder so machen. Es ist einfach schön, am Schluss nochmal komfortabel zu wohnen und gut zu schlafen, um dann ganz entspannt die Heimreise antreten zu können. Außerdem hat man in den besseren Hotels oft auch die Möglichkeit zu einem late checkout und kann das Zimmer dann noch bis in den späten Nachmittag hinein nutzen. So war´s auch bei uns, wir konnten am Abreisetag noch kostenlos bis 16 Uhr in unserem Zimmer bleiben. Wenn wir das Zimmer noch etwas länger hätten nutzen wollen, hätten wir eine Gebühr bezahlen müssen (wäre aber auch nicht sehr teuer gewesen). Auch das Frühstück war wirklich Spitzenklasse . Das hatten wir so in Umfang und Qualität noch selten erlebt und es hat auch das Frühstücksbuffet vom Jetwing Lighthouse noch einmal deutlich getoppt. Ein richtiges Highlight ;-). Es war stark indisch geprägt , es gab unglaublich viele verschiedene warme Speisen und leckere Soßen oder Pasten und die Säfte wurden nach den Wünschen der Gäste frisch gepresst.
Und ein schönes Zimmer im 5. Stock haben wir auch bekommen mit Balkon und einem herrlichen Blick über die Stadt...

Taj Samudra   Taj Samudra   Taj Samudra   Taj Samudra   Taj   Taj Samudra   Taj Samudra  



Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht hatten haben wir uns aufgemacht, um die Stadt zu erkunden. Wir sind über die Strandpromenade geschlendert, wo ab dem späten Nachmittag viele kleine Stände aufgebaut werden, an denen man sich mit einem kleinen Imbiss stärken kann. Viele Einheimische halten sich dort auf, lassen Drachen steigen oder genießen den Sonnenuntergang über dem Meer. Es ist sehr schön dort. Eigentlich wollten wir ganz romantisch der Sonne beim Untergehen zusehen, aber leider hat es angefangen zu regnen und wir haben dann einen Bus zur Pettah genommen (die lebhafte Altstadt von Colombo). Eine Bushaltestelle haben wir an der Straße, die am Galle Face Green vorbeiführt, auch gleich gefunden und Busse kamen auch viele vorbei. Aber leider sind sie im Feierabendverkehr so voll gewesen, dass keine Passagiere mehr mitfahren konnten. So mussten wir dann im Schutze eines Bushaltestellenhäuschens doch recht lange warten, bis wir endlich mitgenommen wurden. Wir sind bis zum Bahnhof Colombo Fort gefahren und haben dann von dort aus die kleinen Straßen erkundet. Typisch für die Pettah ist, dass es in einer Straße immer lauter gleiche Dinge zu kaufen gibt. Z.B. findet man in der Frontstreet ausschließlich kleine Geschäfte, die Schuhe oder Koffer verkaufen. Neben dem Bahnhof befindet sich der Nightmarket, wo wir eine schöne Lederreisetasche erstanden haben (6000 Rupies, Handeln nicht vergessen!!!). Diese Ledertaschen gibt es in allen Größen und Formen. Sie werden in Sri Lanka hauptsächlich für Touristen hergestellt und sind ein nettes Mitbringsel. Nachdem wir im Dutchhospital noch ein Bier getrunken haben, das in originellen eineinhalb Liter Krügen ausgeschenkt wurde ;-), sind wir gemütlich zu Fuß über die Strandpromenade wieder in unser Hotel zurückgegangen (ein Spaziergang von etwa 20 Minuten). Das Dutchhospital ist ein ehemaliges Krankenhaus, das zu einem kleinen Touristenzentrum umgestaltet wurde. Man findet dort schöne Souvenirläden (vorallem das Barefoot ist sehr zu empfehlen!), tolle Kneipen und gute Restaurants. Allerdings alles eher hochpreisig. Am nächsten Tag haben wir dann nach dem Frühstück dem großen Hafen einen Besuch abstatten wollen, leider ist dieser aber nicht zugänglich. Trotzdem war´s ein schöner Spaziergang...

Colombo   Colombo   Colombo   Colombo   Colombo"   Colombo   Colombo  
Colombo   Colombo   Colombo   Colombo   Colombo   Taj   Colombo   Colombo   Colombo  



Wir haben dann um 16 Uhr ausgecheckt und noch ein wenig am schönen Pool relaxt. Wir hatten uns bereits am Vortag an der Rezeption erkundigt, wie lange man mit dem Taxi zum Flughafen brauchen wird. Unser Heimflug startete um 21 Uhr und wir wollten um spätestens 19 Uhr dort sein. Nachdem wir die Auskunft erhalten hatten, dass wir in einer Stunde dort wären, da um diese Zeit nicht mehr soviel Verkehr wäre, haben wir vereinbart, dass wir um 18 Uhr mit dem Hotel Taxi losfahren wollen. Am nächsten Tag hieß es dann, dass wir doch sicherheitshalber schon etwas früher losfahren sollten und bestellten schließlich das Taxi um 17.30 Uhr. Wir standen dann um 17.20 Uhr vor dem Hotel. Da aber unser Gepäck noch nicht vom Zimmer hinunter gebracht worden war dauerte es nochmal eine knappe halbe Stunde bis wir endlich gegen 17.45 Uhr losfahren konnten. Während der Wartezeit konnten wir noch einen letzten Blick auf den Sonnenuntergang genießen ;-). Soweit so gut. Dann aber begann ein Horrortrip. Die Straßen waren durch den Feierabendverkehr, der um diese Zeit noch nicht nachgelassen hatte, völlig verstopft und wir kamen über viele Kilometer nur im Schritttempo voran. Oft standen wir Ewigkeiten an einem Fleck und es ging gar nichts mehr. Man kann sich das kaum vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Wir hatten zum ersten Mal in unserem Leben tatsächlich Angst, dass wir unseren Flug verpassen. Es war eine wahre Nervenzerreißprobe. Aber letztlich haben wir es dann doch noch rechtzeitig geschafft. Um kurz nach 19 Uhr waren wir dort. Und die Moral von der Geschicht: Unbedingt üppig Zeit einplanen, wenn man von Colombo City zum Flughafen will...

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